Zu Sicherheitsthemen verweisen wie auf die Internetseite der DAV Sicherheitsforschung.

Dort gibt es Informationen zu Rückrufaktion, Aktuellen Unfällen, Untersuchungen zu Sicherheitsthemen im Bergsport, ...

Regelmäßiges rein schauen lohnt sich.

Vorstellung der wichtigsten Sicherungsgeräte

Im folgenden ein Auszug aus dem DAV-Kanal von 4-seasons.tv zu Sicherungsgeräten

Richtig Sichern mit dem Grigri

Halbautomatische Sicherungsgeräte gibt es viele am Markt. Das Grigri ist sicherlich das am meisten verwendete. Obwohl die korrekte Bedienung den menschlichen Reflexen entgegenläuft.
Es ist fast unmöglich, die richtige Bedienung des Grigri ohne fach- männische Anleitung zu lernen. Übliche Spontanreaktionen müssen umgeschult werden, um das Grigri sicher zu bedienen. Dennoch liegen die Vorteile des Grigri auf der Hand: Das Seil krangelt so gut wie gar nicht. Seilblockieren, etwa wenn sich der Kletterer beim Auschecken einer Route ausruhen will, ist mit dem Grigri einfach und vor allem sicher möglich. Und sogar zur Sicherung eines Solo- Vorstiegs kann das Grigri verwendet werden.

Richtig Sichern mit dem Tuber

Tubes gehören zu den beliebtesten dynamischen Sicherungsgeräten auf dem Markt. Die Pluspunkte: sie sind leicht bedienbar und vermei- den Krangelbildung im Seil. Aber sie müssen richtig bedient werden.
Zu den Tubes zählen die meisten Sicherungsplatten, -röhren und -ösen, wie Stichtbremse, Reverso und ATC. Den bei allen diesen Geräten beruht die Bremswirkung auf der Reibung des Seils an zwei Knickstellen am Gerät und einer im Karabiner. Die Benutzungshinwei- se der Hersteller sind insbesondere bei unterschiedlichen Seilstärken unabdingbar. So ist das Tube mit einem zu schweren oder zu steifem Seil nur schwer bedienbar. Deshalb unbedingt die Bedienungsanlei- tung beachten.

Richtig Sichern mit der HMS

Richtig Sichern mit dem HMS. Der Halbmastwurf verlangt in der Sicher- ung einige Übung. Denn die Bremswirkung wird dabei vor allem durch die Seil-auf-Seil-Reibung am Karabiner erzielt.
Die HMS-Sicherung hat einige Vorteile: denn hier ist die Bremswirkung so hoch, dass die Handkraft der Sicherungsperson deutlich weniger beansprucht wird als beim Tube. Dennoch ist die Bedienung der HMS- Sicherung nicht einfach. Vor allem das korrekte Einziehen des Seils und das schnelle Ausgeben verlangt einiges an Übung. Kletterexperten wie Marietta Uhden halten die HMS für das für Anfänger am besten geeignete Gerät. Aber: Wer von der HMS- Sicherung auf ein anderes Gerät umsteigt, muss seine motorischen Muster gezielt umschulen.

Richtig Sichern mit dem Smart

Das Mammut Smart wurde speziell fürs Vorstiegs- und Toprope-Sichern mit Einfachseilen entwickelt.
Vorteile: Simple Handhabung, geringes Gewicht und die Option, Stürze dynamisch abzubremsen.

Und noch ein Vorteil des Smarts: Das Blockieren des Seils ist mit geringem Krafteinsatz des Sichernden möglich. Das Smart wurde speziell für die Bedürfnisse der stetig wachsenden Gruppe von Hallen- und Sportkletterern konzipiert. Allerdings handelt es sich beim Smart nicht um ein halbautomatisches Sicherungsgerät, was bedeu- tet, dass trotz der aktiven Bremskraftunterstützung die Bremshand immer am Seil belassen werden muss. In Schrecksituationen des Sichernden entspricht die Funktionsweise des Gerätes jedoch den Reflexbewegungen des menschlichen Körpers. Es ist geeignet für alle gängigen HMS-Karabiner und Einfachseile von 8,9-10,5 mm Durchmesser.

Partnercheck

Der Deutsche Alpenverein rät: Bevor man in die Kletterroute einsteigt, sollte man unbedingt einen gegenseitigen Partnercheck durchführen. Checken und Checken lassen! Heißt die Devise.
Korrektes Anseilen und das Beherrschen der Sicherungstechnik sind die wichtigsten Voraussetzungen beim Klettern. Denn Kletterer und Sicherer tragen beide eine große Verantwortung. Deshalb sollten noch vor dem Einstieg in die Wand Gurtverschluss und Anseilknoten überprüft werden, das Sicherungsgerät korrekt in Bereitschaft gebracht und das Seilende abgesichert werden. Eine Untersuchung schwerer Unfälle der DAV Sicherheitsforschung zeigt: Wird der Partnercheck konsequent und gewissenhaft vor dem Losklettern durchgeführt, sinkt das Risiko einen Unfall zu erleiden deutlich.

Quelle: www.alpenverein.de

Weitere Videos: Hier

Worlds Worst Belayer

Einige Sicherungsthemen nochmal unterhaltsam zusammengefasst in einem Video von Petzl.